Samstag, 19. Dezember 2009

Volle Ladung Indien!

Leider haben in Asien die Google-Seiten nicht funktioniert, deshalb konnte ich auch nicht bloggen.

Jetzt bin ich zwar schon WIEDER IN ÖSTERREICH!!! ... werd aber so tun also ob ich noch in Indien wäre! ;)

Also die Tage in Mumbai waren echt ein perfekter Abschluss der Reise!
Haben uns aus Zeitmangel in einem Tag die halbe Stadt angesehen.
Vom Gateway of India und das Viertel rundherum, Elephanta Island, Marine Drive und Chowpatty Beach!



Ich persönlich war absolut begeistert von der Stadt!
Zwar hektisch und laut - aber eben Indien pur!
Natürlich gibt es aber auch die "Schattenseiten" in Mumbais riesigen Slums in denen das Wort Armut eine neue Dimension erreicht!
Entlang der Zuggleise und um den Flughafen wohnen zig-tausende Menschen ohne Wasser und WC-Anlagen auf engstem Raum in Wellblechhütten, während direkt hinter ihnen hell läuchtende Hochhäuser in den Himmel ragen.
Arm und Reich so nahe beieinander!



In der Stadt in der die Straßen bekanntlich aus Gold sind...
Aber nicht alles was glänzt ins Gold!

Heute sind wir um 5:00 früh indischer Zeit von Mumbai weggeflogen, haben unseren Anschlussflug in Doha erwischt und sind um 12:20 Uhr österreichischer Zeit in Wien gelanden.
Es hat alles reibungslos funktioniert!
Und auch wenn mein Körper noch mit den Temperaturen kämpft, sagt mir die Stimme im Kopf:
DU BIST WIEDER ZU HAUSE!
FREU DICH...!!


Und bereits die ersten Kontakte mit Freunden und Familie lassen alle Zweifel und Ängste verschwinden und trotz Kälte und Schnee hat man plötzlich das Gefühl die Sonne wieder auf der Haut zu spüren!

So wie in Asien...

Die Reise ist vorbei
Leben 2.0 kann also beginnen

Montag, 14. Dezember 2009

Der letzte Tag in Goa

Wir sind gerade in Candolim Beach.

Hier verbringen wir seit Samstag unsere letzen Tage in Goa.
Heute ist bereits mein letzter Tag - morgen sitz ich dann schon im Zug nach Mumbai.

Die vergangenen Tage in Anjuna verbrachten wir größtenteils wieder am Strand, wobei diesmal auch die ein oder andere Strandparty angesagt war - wenn auch die Parties nicht ganz das waren was man sich eigentlich erwartet hat.

Natürlich waren wir auch auf dem berühmten Anjuna Flea Market der jeden Mittwoch auf dem Marktplatz stattfindet.
Mir hängt der ganze Kramsch echt schon extrem zum Hals raus - Raphi findets nach wie vor supertoll...

Hello Sir, come look my Shooooop... very cheeeeeap! - ich kanns nicht mehr hören!!!!!!

Ich hab mich dann eben auf einen Hügel mit tollem Meerblick zurückgezogen und hab dort die Ruhe genossen.
Als ich dort auf einem großen Felsen herumlag und kurz vorm einschlafen war, kam plötzlich ein Motorrad die verwilderte Straße hoch.
Als die 2 Gestalten näher auf mich zukamen, erkannte ich gleich was los war: Polizei!



Die 2 standen dann direkt vor mir und wollten wissen was ich hier mache!
Ja was mache ich hier eigentlich?
NICHTS!

Aber das war eine ziemlich komische Antwort deshalb schnappte ich mein Buch und erklärte ihnen das ich hier lese und die Aussicht genieße.
Die Polizisten fassten das anscheinend anders auf: Aha, -> Drogen!

Deshalb musste ich meinen kompletten Rucksack ausräumen und teilweise meine Taschen leeren.
Meine Ohropax (die man in Indien dringend braucht) kamen ihnen sehr verdächtig vor - deshalb erklärte ich ihnen was das ist.

Immer wieder musste ich ihnen bestätigen das ich nichts illegales bei mir habe und nach 10 Minuten glaubten sie mir das auch endlich!

Dann erblickten sie noch Raphi die etwa 10 Meter weiter weg am Boden saß.
Sie fragten mich ob ich die Person kenne
Ob ich sie in Indien kennen gelernt habe
Wie lange ich sie schon kenne
Ob sie aus Russland kommt???
und ob sie irgendwelche illegalen Dinge bei sich hat.
Häää???? Was sind das für Fragen?

Tja, nachdem alle komischen Fragen beantwortet waren hatten wir wieder unsere Ruhe.

Gestern waren wir noch in Panjim - der Hauptstadt von Goa.
Und heute genieße ich noch den letzen Tag am Strand!
(Ich vermisse das Meer jetzt schon!)

Candolim hab ich vorgestern schon in einem schweißtreibenden Fußmarsch erkundet.
Vom Strand rauf zum Fort, zu den Leuchttürmen und über ein Böschung ohne richtigen Weg wieder retour.



Morgen gehts mit dem Zug weiter in die Stadt, in der doppelt so viele Menschen wohne wie in ganz Österreich!
Mumbai

Die absolut letzte Station dieser Reise!

Montag, 7. Dezember 2009

Colva und Vagator Beach

Nach wie vor alles voellig entspannt in Goa...
Wetter perfekt!
Strand perfekt!
Taxler und Rikshaw-Fahrer immer noch absolute Idioten...!
Weihnachtsstimmung? - NULL

Nur die ultimativen, ueber die Grenzen Goas hinaus bekannten Strandparties hab ich bin jetzt noch nicht gefunden!?
Aber auch das sollte sich spaetestens morgen aendern, wenn wir nach Anjuna uebersiedeln werden.

In Colva hatten wir eine Unterkunft mit Kuehlschrank im Zimmer. Somit konnte wir uns Lebensmittel kaufen und auf unserer Terasse fruehstuecken - nach 4 Monaten Dauer-Restaurant-Futter ein totaler Luxus!!

Ausserdem haben wir die Weiterreise nach Mumbai geplant.
Raphi will sich die 14-stuendige Zugfahrt nicht mehr geben und wird deshalb am 16.12 von Goa nach Mumbai fliegen.
Ich hab mir per Internet noch ein Zugticket ergattert und werd bereits am 15.12 in die grosse Stadt fahren.
Dann bleiben mir noch 3 Tage um Mumbai unsicher zu machen, denn am 19. Dezember muessen wir ja schon um 3:00 Uhr Morgens am Flughafen sein. Also nix mit Sightseeing...

Derzeit sind wir in Vagator Beach.
Absolut gemuetlicher Ort inmitten von Palmen am Fusse eines Huegels.
Auf dem Huegel befinden sich die Ueberreste von einem alten Fort. Von oben hat man eine perfekte Aussicht ueber ganz Vagator Beach und weit hinaus aufs Meer.

Am Tag unserer Ankunft wollten wir ins 3 km entfernte Apora, wo jeden Samstag Abend ein Nightmarket stattfindet.
Da uns die Taxifahrer wiedermal fuer dumm verkaufen wollten sind wir mit Stirnlampen bewaffnet durch die Dunkelheit marschiert.
Nach kurzem haben wir 2 Finnen getroffen die ebenfalls zum Nightmarket wollten aber auch recht planlos in der Gegend herum irrten.
Gemeinsam wanderten wir dann durch die dunkelsten, abgelegensten Waelder dieser Erde und waren heilfroh als uns ploetzlich wieder jemand "Taaaaxiiiii???" entgegen rief.

Nach etwa 30 Minuten Fussmarsch haben wir aber den Nightmarket erreicht und der muehsame Weg hat sich voll gelohnt.
Ich Idiot hab mir dann bei einem Stand unabsichtlich selber ein Henna-Tattoo verpasst.
Konnte ich doch nicht wissen das auf dem Stempel Henna-Farbe oben war!!??
Seitdem hab ich einen braunen Fisch auf der rechten Handflaeche... die Frau der der Stand gehoerte hat sich krumm gelacht und gemeint das die Farbe eh leicht wieder weg geht! Mhmmm, genau!
3 Tage spaeter - der Fisch ist noch immer da!!
So ein Mist... schau aus wie Kaepten Iglo!

Aber wenn man bedenkt das ich den Stempel eigentlich Raphi ins Gesicht druecken wollte damit sie endlich weiter geht... *haha*

Morgen geht es also weiter nach Anjuna!
Dann gibts auch wiedermal Fotos...

Montag, 30. November 2009

Agonda und Benaulim

Tja, wär wieder mal Zeit für einen Blogeintrag obwohl ich eigentlich zu entspannt bin um etwas zu schreiben...

Die 3 Tage in Agonda waren absolut chillig!
Hatten eine Unterkunft mit Dachterasse von wo aus man aufs Meer blicken konnte.
Im Restaurant wurden jeden Abend brandneue, wenn auch nicht ganz originale DVD´s auf Leinwand projeziert.
Und der schätzungsweise mindestens 4 Kilometer lange Strand war perfekt zum relaxen, herumwandern, denken und auch mal nicht-denken...

In Agonda fühlt man sich wirklich wie in einem kleinen Dorf. Es gibt nur eine größere Straße, die paralell zum Meer verläuft, an der sich einige Geschäfte, Restaurants und Unterkünfte reihen.

Am Strand gibt es fast keine Verkäufer, dafür Leute die fischen, Muscheln ausgraben oder auf Palmen klettern um die Kokosnüsse zu ernten.
Die Palmen sind wirklich verdammt hoch, die Männer klettern trotzdem ohne irgendwelche Sicherheitsvorkehrungen nach oben.



Gestern (am 1. Advent, nur ganz nebenbei erwähnt...) sind wir nach Benaulim weitergefahren.
Im Reiseführer steht das man in diesem Ort eine sehr gute Infrastruktur vorfindet.
Naja, es gibt tatsächlich so ziemlich alles was man braucht.
Es ist aber keine Stadt hier - ich würde es nicht einmal als Dorf bezeichnen!
Egal wo man hin will - 10 Minuten muss man mindestens gehen.
Stört uns zwar nicht wirklich - etwas mehr Action würden wir aber schon vertragen!

Hab mir deswegen gestern ein Fahrrad gemietet und die Umgebung erkundet. Gelandet bin ich 2 Kilometer nördlich in Colva Beach, einem Badeort an dem sich vorwiegend indische Touristen aufhalten.

Da ich in Österreich ja eher schlechte Erfahrung habe bzgl. Fahrraddiebstahl, hab ich das Rad gestern noch zusätzlich mit meinem tollen Zahlenschloss versperrt!
Leider konnte ich es dann am Abend nicht wieder öffnen, da der Zahlencode anscheinend nicht der richtige war! (vorher hats aber immer funktioniert!)

Ich stand also fluchend am Parkplatz, probierte erfolglos die verschiedensten Zahlenkombinationen und packte zu guter letzt mein Schweizer-Taschenmesser aus um den dünnen Draht durchzusägen.
Möchte garnicht wissen was sie die anderen Leute am dem Parkplatz gedacht haben!
Über meine kriminellen Aktivitäten hat sich aber niemand beschwert... im Gegenteil!
2 Männer kamen zu Hilfe, übernahmen ohne viel nachzufragen das Messer und sägten munter drauf los!
Und siehe da: nach 2 Minuten war der Draht durch!

Zur Abwechlung hab ich mal mein eigenes Rad gestohlen bevor es sonst jemand stehlen konnte... tolles Gefühl!

Die 2 Helfer wurden mit dem kaputten Zahlenschloss entlohnt (waren total begeistert von dem Ding) und ich konnte endlich wieder nach Hause fahren.



Heute sind wir in der Früh mit dem Bus nach "Old Goa" gefahren und haben uns dort mit der Schweizerin die wir in Hampi kennengelernt haben getroffen.
Old Goa ist Weltkulturerbe und die alten Bauwerke sind wirklich schön.
Wir hatten aber irgendwie eine richtige "Altstadt" erwartet die es aber garnicht gibt.

Morgen werden wir mit den Fahrrädern nach Colva Beach fahren und eine Unterkunft für die nächsten Tage suchen.
Ebenfalls morgen sind wir seit genau 4 Monate unterwegs
Wir ziehen langsam weiter Richtung Norden
Die Partyklänge werden immer lauter...
Österreich rückt immer näher...

14 Tage Goa und 5 Tage Mumbai stehen aber noch bevor!

Neue Fotos kommen morgen!

Mittwoch, 25. November 2009

Die ersten Tage in Goa

Genauer gesagt in Palolem Beach

Das typische Indien sucht man hier zwar vergeblich - die Ruhe und das Urlaubsfeeling stört uns nach jetzt schon fast 4 Monaten Reise aber auch überhaupt nicht!

Und so soll es auch sein.
Die ewig langen Sandstrände und das traumhafte Wetter laden einfach zum Relaxen und faulenzen ein.



Heute haben wir uns am Vormittag auf den Weg gemacht um zu einer ruhigeren Bucht südlich von Palolem zu wandern.
Irgendwie saßen wir dann aber fast 3 Stunden beim "Frühstück" und haben die vergangenen 4 Monate noch einmal Revue passieren lassen und schöne aber auch nicht so schöne Reisegeschichten wieder ins Gedächtnis gerufen.
Teilweise sehr amüsant...

Dann haben wir uns aber doch aufgerafft und sind losmarschiert.
Das einzig mühsame hier in Goa sind die zahlreichen Strandverkäufer, wie wir sie ja schon aus Indonesien und Thailand kennen.

Heute hab ich dann der 200sten Schmuckverkäuferin erklärt, dass so gut wie niemand am Strand Ketten usw. kaufen möchte.
Auf die Frage hin warum sie nicht Sonnencreme, Säfte oder Obst verkauft meinte sie nur, dass es in Goa verboten sei solche Artikel am Strand zu verkaufen und sie mit ziemlicher Sicherheit umgebracht werden würde.
(vermutlich von den Shopbesitzern die diese Artikel in ihren Geschäften am Strand verkaufen)



Ja, mit dieser Antwort hab ich wirklich nicht gerechnet aber ich glaub es ihr einfach mal!
Heftig, heftig!

Wir werden morgen nach Agonda übersiedeln und dort wiedereinmal nur am Strand herumliegen!

Das Leben kann so schön sein - vorausgesetzt man verkauft kein Obst am Strand...

Neue Fotos sind online!

Sonntag, 22. November 2009

Hampi

Also dieser Ort hat all meine Erwartungen geschlagen!
Einfach unbeschreiblich!

So ein aussergewöhnliches Landschaftsbild hab ich noch nie gesehen!

Die kleine Stadt inmitten von unzähligen Steinhaufen und Ruinen, gemischt mit einer faszinierenden Geschichte.



Als wir am ersten Tag in Hampi angekommen waren, mussten wir erstmal ein paar Stunden schlafen - die Zugfahrt über Nacht war OK, der Schlaf aber nicht sehr erholsam.
Am Abend wanderte ich nur noch auf einen Hügel nahe der Stadt und lies die Sonnenuntergangsstimmung über den Dächern von Hampi auf mich wirken.

Am darauffolgenden Tag machten wir eine Tour mit Guide, der uns die Stadt zeigte und die Geschichte über den Ort näher brachte.
Geschichte war zwar nie so mein Ding - das war aber wirklich spannend.

Am 21.11 mieteten wir uns Fahrräder um die Umgebung von Hampi zu erkunden.
Auf dem Weg lernten wir eine Schweizerin kennen und da sie alleine mit dem Rad unterwegs war, leistete sie uns Gesellschaft.
Nach einiger Zeit stellte sich sogar heraus, dass sie aus dem Ort in der Schweiz kommt, in dem ich voriges Jahr mit 2 Freunden bei einem Kurzfilm-Festival war!

Der 22.11 begann mit früh aufstehn und übersiedeln. Da unser Zug am 23.11 bereits um 6:30 Uhr von Hospet (ca. 14 km von Hampi entfernt) losfuhr und wir keine Lust hatten deswegen noch früher austehen zu müssen, verfrachteten wir uns bereits eine Nacht vorher in ein Hotel nahe dem Bahnhof.
Nachher sind wir aber sofort wieder nach Hampi gefahren und sind mit kleinen Schalenbooten den Fluss entlang gefahren um eine Tempelruine usw. zu besuchen.



Hampi selbst kann man schwer beschreiben. Die fast schon merkwürdige, irgendwie unnatürliche Landschaft und besonders die Stimmung am Abend wenn die Sonne unterging war ganz besonders.
Am liebsten hatte man einfach stundenlang auf einem Felsen sitzen wollen um die Ruhe und die Umgebung zu genießen!
Und falls ich nochmal nach Indien kommen sollte, steht Hampi fix auf dem Programm!

Heute sind wir wie schon geschrieben mit dem Zug nach Goa/Margao gefahren.
War recht anstrengen - sowohl das sitzen als auch die Sitznachbarn...
Dafür war die Zugfahrt über die Western Ghats der Hammer! Mit dem Zug über die Berge - sehr speziell!
Wir sind dann gleich mit einem Taxi weiter nach Palolem Beach!
Erster Eindruck: Strand, Meer, Palmen, Bier... yeah!

Das werden mit Sicherheit 3 entspannte Wochen in Goa!

Fotos von Bangalore und Hampi sind im Album!!

Donnerstag, 19. November 2009

Raus aus Bangalore

Wir haben Bangalore bereits hinter uns gelassen und sind gut in Hampi angekommen!

Vorgestern waren wir noch einmal beim "Bull Temple", da ja bei unserem ersten Besuch aufgrund des Festivals zu viele Menschen dort waren.
Diesmal war weniger los und wir wollten unsere Schuhe abgeben um den Tempel betreten zu koennen.
Ploetzlich hatte ich eine TV-Kamera und ein Mikrofon vor meinem Gesicht und die Nachrichtenmoderatorin fing gleich damit an mir irgendwelche Fragen ueber das Festival zu stellen!
Ich wusste nicht einmal was das fuer ein Festival war bzw. ich war ja der Meinung das es schon wieder vorbei waere...

Dann erklaerte ich ihnen eben das ich aus Oesterreich komme, in der Zeitung ueber das Festival gelesen habe, nur deswegen hergekommen bin und das ich hier sowieso ALLES super toll finde.
Grandioser TV-Auftritt eben... ;)

Anschliessend sind wir ins Hotel zurueck, haben unsere Sachen gepackt und uns mental auf unsere erste Zugfahrt in Indien vorbereitet.
(Vorbereitung im Sinne von jammern!)

Um 20:00 Uhr sind wir dann bei Regen zum Bahnhof gewandert, haben aber zuvor noch unser letztes Fastfood-Abendmahl bei KFChicken genossen.
Dort ist dann noch der Manager der Filiale zu uns gekommen, hat gefragt ob das Essen O.K war und ob wir nicht Lust haetten einen Blick hinter die Kulissen zu werfen um zu sehen wie das Essen zubereitet wird.

Will man sowas ueberhaupt sehen?
Wir lehnten jedenfalls dankend ab, da wir ja zum Bahnhof mussten.

Der Bahnhof in Bangalore ist ziemlich chaotisch und ueberall laufen Polizisten mit Holzschlagstoecken herum, wodurch man sich gleich viel sicherer fuehlt!

Gluecklicherweise hatte unser Zug nur 30 Minuten verspaetung - Sehr gut!
Als dann aber die unzaehligen Menschen in die Waggons stuermten war der Spass wieder vorbei.
Das reinste Chaos und ich war echt kurz davor die Nerven zu verlieren als ich zum 20sten mal gebeten wurde endlich weiter zu gehen obwohl man nicht weitergehen konnte!
Nach einiger Zeit erreichten wir unsere Sitz-\liegeplaetze und stellten fest, dass wir unser 6er "Abteil" mit 4 Nonnen teilen werden.

Ich war zuerst etwas sprachlos, da es irgendwie ziemlich komisch war zwischen 2 Nonnen sitzen zu muessen.
Raphi gegenueber von mir, ebenfalls in der Mitte von 2 Nonnen.

Die Nonnen waren aber eh total freundlich und es war recht lustig sich mit ihnen zu unterhalten.
Vor der Abfahrt noch schnell ein Kreuzzeichen und los gehts...

Unser Zug sollte planmaessig um 7:30 Uhr Hospet erreichen - aus irgendeinem Grund waren wir aber der Meinung, dass wir 1 Stunde Verspaetung haben!
Um Punkt 7:30 Uhr blieb der Zug in einer Station stehen, viele Passagiere stiegen aus und wir lagen noch zugedeckt in unseren "Betten".
Sicherheitshalber fragte ich dann einmal nach wo wir denn gerade sind
Antwort: Hospet!!

Wir haben dann alles so schnell wie moeglich in unsere Rucksaecke gestopft, Schuhe angezogen und Richtung Ausgang gestuermt bevor der Zug wieder losfuhr.
(Insgesamt war die Zugfahrt aber trotzdem besser als mit dem Bus ueber Nacht zu fahren.)

Nach diesem nicht so angenehmen Start in den Tag pausierten wir erstmal vor dem Bahnhof und sammelten uns.

Dann konnte es weitergehen - per Rikshaw ins 14 km entfernte Hampi!
Here we go...