Donnerstag, 13. Januar 2011

Silvester in Stockholm

Auch wenn der Blog recht ausgestorben und verlassen wirkt... ach, völlig egal denn
im neuen Jahr (2011) wird sowieso alles besser!
Wie man also sieht ist die Neujahrsmotivation sogar 13 Tage nach dem Jahreswechsel noch vorhanden und aufgrund dessen kommt das Stockholm Review auch satte... ähm, 13 Tage zu spät!
(Ich konnte Silvester noch nie leiden)


Genau deshalb war es für mich der ideale Zeitpunkt das Land zu verlassen und wiedermal nach Schweden zu reisen.
Diesmal ein Städtetrip nach Stockholm.

Am 31.12 gings los und am 3.1 wieder retour.
Mit im Gepäck - ein Haufen wertvoller Insidertips von Stockholmbesuchern und Reiseführern.
Aber das Highlight schlechthin war keine spezielle Sehenswürdigkeit, sondern das Flair der Stadt ansich.

Es hat nämlich fast täglich geschneit und es war eine einmalige Atmosphäre im Schneetreiben durch die engen Gassen der Altstadt zu wandern.


Dazu die alten schwedischen Häuser und die großen,schwarzen Gusseisenen Straßenlaternen.

Die Silvesternacht ging recht spurlos an mir und Reisebegleiter F. vorüber. Feuerwerk hier und Riesenchristbaum da.

Im neuen Jahr waren wir dann auf einer 2,5-stündigen Schiffstour in Richtung der Insel Vaxholm. Kurz vorher mussten wir aber umkehren, da die Eisschicht auf dem Meer eine Weiterfahrt unmöglich machte.

Ausserdem stand neben kilometerlangen Wanderungen durch die Stadt ein Abstecher zum Freilichtmuseum in Skansen, die Besichtigung des Kriegsschiffes "Vasa" und ein kurzer Ausflug in die Universitätsstadt "Uppsala" auf dem Programm.





Und natürlich war ich 4 Tage lang auf der Suche nach DEM ultimativen Schweden-Leckerbissen schlechthin!



Nein, Schwedenbomben meinte ich eigentlich nicht...
Sondern Köttbullar (Fleischbällchen) und Elchfleisch (welches ich in einer Lasagne verpackt genießen durfte)
Köstlich!

FAZIT:
Schweden ist ein absolut schönes, interessantes Land. Und je öfter ich in den Norden fahre, umsomehr wächst das Verlangen immer weiter und weiter Richtung Polarkreis zu reisen. Es ist einfach spannend wie sehr sich die Landschaft und das Klima dort oben verändert (und auch die Mentalität!!). Immerhin wird es um diese Jahreszeit dort oben schon um ca. 15 Uhr dunkel. Sonnenaufgang um ca. 9 Uhr!
Schon beim letzen Schwedenbesuch war ich schwer begeistert - und auch diesmal bleiben trotz Kälte und Schnee schöne Erinnerungen erhalten.
Die Orte an denen man absolute Ruhe und Entspannung findet, sind also nicht immer auf einer einsamen Insel unter Palmen...

Aber um es endgültig auf den Punkt zu bringen:
Elchtest bestanden - Schweden ist super!

Nur eine Frage bleibt:
Bloggst du noch oder schwebst du schon?

Sonntag, 3. Oktober 2010

New York City

Während meines Aufenthaltes in New York City konnte ich keine Sekunde dafür verschwenden mich hinzusetzen und Fotos hochzuladen oder einen Blogeintrag zu schreiben.
Das es im Hotel keinen Internetzugang gab hat auch seinen Teil dazu beigetragen.

Im Nachhinein könnte ich vermutlich ein ganzen Buch über die 8 Tage in New York schreiben und hätte immer noch nicht alles erzählt.
Jetzt werde ich versuchen in aller kürze meine Erlebnisse zu schildern, vieles aber nur kurz oder garnicht erwähnen, weil viele Situationen nicht wirklich nacherzählbar sind. Das muss man einfach selbst erlebt haben und ich erspare mir die Enttäuschung, Sätze 1000 x zu ändern und trotzdem nichtmal annähernd an mein subjektives Erleben heranzukommen...

Wie etwa der Besuch am Ground Zero, ganz speziell das 9/11 Museum.  Aber eines möchte ich erwähnt haben. Für jeden New York Besucher sollte das 9/11 Museum ein MUST SEE sein, da man danach die Stadt einfach mit völlig anderen Augen wahrnimmt. Es war mit Sicherheit eines der emotionalsten Orte an denen ich war. Genauer beschreiben kann man es aber nicht...

Und jetzt gehts los:
Am 22. September bin ich von Atlantic City nach New York City gefahren. Ich werde wohl nie vergessen als plötzlich die Skyline von Manhattan auftauchte und ich es einfach garnicht glauben konnte, jetzt tatsächlich am Ziel meiner Reise angekommen zu sein. New York war (und ist es noch immer) einfach schon immer mein Traumziel schlechthin.

Da ich österreichischen Besuch vom JFK abholte, musste ich einmal die komplette Stadt mit dem Auto druchqueren. Insgesamt bin ich diese Strecke 3 x gefahren - es war verkehrstechnisch zwar an der Grenze des Ertragbarem aber irgendwie hat es doch Spaß gemacht die Straßen und Avenues in Manhattan entlangzufahren.

Die ersten 3 Tage war traumhaftes Wetter und wunderbare Sicht.  Daher standen vor allem Outdoor-Aktivitäten am Programm.

Tag 2:
Eine Wanderung vom Columbus Circle über den Central Park zur Grand Central Station und vorbei am UN-Gebäude (wo gerade die Vollversammlung stattgefunden hat) zum Rockefeller Center. Vom Rockefeller Center hatte man einen tollen Blick über die Stadt.

Am nächsten Tag (Tag 3) wurde die Südspitze Manhattans durchwandert. Vom Ground Zero zum Battery Park, Wall Street und zum Pier 17 am East River, von wo aus man die Brooklyn Bridge sehen konnte.

Um 19:00 Uhr waren wir dann beim Baseballmatch im Yankee Stadium!
Tolle Stimmung und trotz eher langweiligem Spielbeginn wurde es zum Schluss hin richtig  spannend. Die kurzen Pauseneinlagen und die Stimmung bei einem Homerun war echt mitreissend. Ebenso lustig waren die Heiratsanträge die über die riesigen Leinwände gemacht wurden! Verrückt!!!



Tag 4 war... intensiv!
Denn wir besichtigten die Freiheitsstatue und Ellis Island (ehemalige Einreisebehörde für Schiffe aus Europa usw)
Wiedereinmal ein Moment den man nicht in Worte fassen kann wenn man plötzlich vor der Lady Liberty steht und zu ihr hochblickt. Ich konnte es eh erst beim 5 mal ansehen glauben, dass ich wirklich live und hautnah dort bin! Es war ein absolutes Gefühl von Freude, Stolz und natürlich Freiheit.

Dieses Gefühl wird verstärkt durch das Wissen das man auf Ellis Island erhält und die Geschichten von Menschen hört, die vor vielen Jahren ohne Perspektiven aber mit vielen Erwartungen und Hoffnungen auf ein besseres, freies Leben von Europa in die "neue Welt" fuhren. Die Überfahrt über den Atlantik war lang, gefährlich und schwer - doch ihre Beschreibungen als sie plötzlich die Freiheitsstatue erblickten und somit wussten es geschafft zu haben, ließ es einem kalt über den Rücken laufen!



Nach Liberty und Ellis Island (dauerte ungefähr 6 Stunden!!!) wanderten wir noch kurz durch Chinatown und Little Italy. Die Italiener feierten gerade das San Gennaro Festival und wir setzten uns in ein kleines, überfülltes Lokal an der Hauptader durch das Viertel - die Mulberrystreet. Draußen Festival, drinnen Bier, Baseball und eine Pizza mit mindestens 50 cm Durchmesser!

 


 Um das ganze etwas ruhiger abzuschließen, gings noch zur Aussichtsplattform des Empire State Buildings um die Stadt von oben, aber vor allem einmal bei Nacht zu sehen!
Ich bin ja total süchtig nach hohen Gebäuden mit Blick über die Stadt. Und ich wurde wiedermal nicht enttäuscht.
Das Gebäude sah auch von unten sehr mächtig aus, da das obere Drittel rot/grün beleuchtet war.



Tag 5:
Um 13 Uhr stand American Football im Meadowland-Stadium in New Jersey auf dem Programm! Wieder ein geniales Sportereignis das man auf jeden Fall mal miterlebt haben sollte. Leider haben die New Yorker (so wie auch beim Baseballmatch) verloren. Bad luck, so zu sagen!

Am Abend wurde der Times Square unsicher gemacht. Auch bei Tageslicht ist dieser Platz sehr belebt und aufregend. Wenn es aber dunkel wird und die unzähligen Reklametafeln zu funkeln beginnen, wird das ganze aber noch um einiges getopt!


Tag 6:
Das Wetter an diesem Tag war nicht besonders gut. Es hat den ganzen Tag geregnet. Machte aber überhaut nichts, denn alle wichtigen Sehenswürdigkeiten im Freien hatte ich bereits gesehen.
Deshalb wurde an diesem Tag das 9/11 Museum, der Flugzeugträger Intrepid+Uboot und die Concord (nicht mehr genutztes Überschall-Passagierflugzeug - 3 Stunden für die Strecke NY-Paris!) besichtigt.



Am Abend machten wir eine City-night-tour mit einem oben offenem Bus. Nicht so empfehlenswert bei dem Wetter, aber ich habs eigentlich ziemlich lustig gefunden. Es ist eben ein ganz besonderes Feeling bei Nacht (und Regen) durch die Straßen zu fahren.
Bis auf meine total nassen Schuhe ein toller Tag trotz schlechtem Wetter.

Tag 7:
Am vorletzten Tag wollte ich eigentlich eine NBC Studio Tour machen. Durch den Regen wurde aber eine Veranstaltung des Fernsehsenders ins Haus verlegt, wodurch alle Führungen abgesagt werden mussten.
Stattdessen wurde das Guggenheim-Museum besichtig. Bin jetzt zwar nicht der größte Kunstliebhaber, aber es war trotzdem interessant die ausgestellten Gemälde zu sehen.

Am Abend haben wir uns mit einem Einheimischen getroffen, den ich in Kopenhagen kennen gelernt habe. Er hat uns die Stadt gezeigt, viele Fragen beantwortet und uns Tür und Tor zu ganz speziellen Highlights geöffnet. So durften wir 2 bekannte Feuerwehrhäuser nahe dem World Trade Center besichtigen. In einem der beiden wurde vor und während dem 11. Sept. eine Dokumentation gedreht. Das Videomaterial ist einzigartig und der Film unglaublich. (Es gibt ihn auf DVD)
Diese Feuerwache zu besichtigen und herumgeführt zu werden war wirklich eine einmalige Gelegenheit.


Dieser Tag wurde danach mit viel Bier und gutem Essen in einem Irish-Pub beendet.

Tag 8: der letzte Tag
Die Reise sollte ein ruhiges Ende nehmen. Und was ist schon gemütlicher und entspannender als eine Radtour durch den Central Park.
Leider hab ich meinen Körper mit wenig Schlaf, Alkohol, zu viel radfahren und einer ganz fiesen Klimaanlage etwas überstrapaziert und mein Kreislauf war plötzlich im Keller.
Frischluft und trinken war die Lösung - nicht die Klimaanlage!
Dann gings wieder viel besser und der Central Park konnte erobert werden.

Spitzenmäßiger Abschluss der 4-wöchigen USA-Reise!
Ich bin jetzt zwar ziemlich fertig, mein Körper will nicht mehr schlafen wenn ich es will und der Abschied von den Staaten viel doch recht schwer aber trotzdem kann ich auf  viele spannende Erlebnisse, viele neue Bekanntschaften und eine unvergessliche Zeit ohne Zwischenfällen zurückblicken.

Fotos von NYC sind im Album - ICH will jetzt aber mindestens einen Monat nix mehr vom Blogschreiben und Co. hören! ;)


PS: Amerikaner sind unglaublich freundliche, motivierte und ehrliche Menschen. Man spürt den Zusammenhalt und ihre positive Lebenseinstellung.
Und obwohl man doch immer wieder hört das so viel Blödsinn aus Amerika zu uns herüberkommt...
WARUM KOMMT DAS NICHT BEI UNS AN?

Freitag, 24. September 2010

In der Stadt die niemals schläft!

In der Stadt die niemals schläft hat man...

... keine Zeit zum Schlafen
... keine Zeit zum Fotohochladen
... keine Zeit zum Herumsitzen
... keine Zeit zum Zeit verschwenden
... und vor allem noch keine Zeit um einen Blogeintrag zu schreiben!

Aber ich bin gut angekommen, hab mein Auto bereits wieder zurückgegeben, bin aber noch 3 x quer durch die Stadt gefahren (der Verkehr ist nicht zum aushalten), österreichsischen Besuch vom Flughafen abgeholt und jetzt machen wir zu zweit die Stadt unsicher!
Gestern Rockefeller Center und das ganze Viertel rundherum
Heute Freiheitsstatue und am Abend den Yankees beim Baseballspielen zusehen!

NYC ist eine ganz andere Welt und es kommt mir so vor als ob ich erst seit 2 Tagen auf Reisen bin!

Mein Traum ist jetzt schon in erfüllung gegangen...
I LOVE NY!!!

Dienstag, 21. September 2010

Washington DC

Wie im letzten Eintrag schon beschieben, war die Fahrt von Pittsburgh nach Washington (quer durch Pennsylvania) traumhaft.

Und auch das Wetter in Washington war wiedermal sehr schön. Sogar schon etwas zu heiß!

Ich wanderte am Sonntag stundenlang durch die Stadt. Hauptsächlich beim Hotspot schlechthin: National Mall
Auf diesem riesigen Grünstreifen befinden sich wohl die meisten wichtigen und interessanten Denkmäler und Gebäude der Stadt. Was mich aber irgendwie wunderte war, dass mich die meisten Statuen, Gebäude, was auch immer nicht so wirklich vom Hocker gerissen haben. Klar ist es toll vorm weissen Haus zu stehen, aber es gab einen Ort der mich wirklich schwer bewegt hat:
Das "World War II - Memorial"
Dieser Ort ist absolut symbolträchtig und mächtig. Es schießen einem viele Gedanken in den Kopf wenn man dort steht und dieses Denkmal betrachtet.
Als ich dort war, war auch eine Gruppe von Kriegsveteranen dort, die im Zuge des "Every day is a bonus" Programmes zur National Mall begleitet wurden. Viele der hochbetagten Männer saßen im Rollstuhl, wenige waren noch zu Fuß unterwegs. Aber fast alle hatten eine US Navy Mütze auf dem Kopf.

Es lief mir sogar schon kalt über den Rücken hinunter als ich das Denkmal sah und ich möchte nicht wissen welche Erinnerungen und Gefühle dieser Ort hervorgerufen hat.
Auch bei den anderen Menschen konnte man eine gewisse Nachdenklichkeit bemerken.

Es wird mir wohl kein anderer Platz so in Erinnerung bleiben wie dieser!

Dem Mister President durft ich leider nicht die Hand schütteln, denn das weisse Haus ist wie erwartet für Besucher weiträumig abgesperrt. Es gibt zwar Führungen, allerdings muss man sich dafür Monate davor bei der Botschaft (oder wo auch immer) anmelden.


Da der Tag in Washington durch die Hitze und durch den weiten Fußmarsch neben der Begeisterung  auch unglaubliche Müdigkeit hinterlassen hatte, kehrt ich am späteren Nachmittag ins Hostel zurück und nach einer kurzen Pause erkundete ich noch die Innenstadt und Chinatown.

Gestern hatte ich also genug Geschichtsunterricht und genug von Krieg, Waffen und Denkmälern. Deshalb war ich heute im Viertel "Georgetown" unterwegs. Das ist einer der älteren Teile von Washington.
-> sehr schöne Gegend!

Anschließend gings weiter nach Baltimore. Die Stadt habe ich nur mit dem Auto durchquert also so gut wie nichts gesehen - aber dennoch mehr gesehen als ich eigentlich wollte.
Vor einer Brücke bildete sich plötzlich ein furchtbarer Stau und es gab kein weiterkommen mehr. Nach ca. 1 Stunde bewegte sich die Blechlawine wieder langsam vorwärts. Der Verkehr wurde dann vom Highway abgeleitet. Die einzige Info bei der Ausfahrt war: "Es gibt eine Umleitung"

Leider war die Umleitung NICHT ausgeschildert. Ich verirrte mich dann in ein Industriegebiet mit lauter Sackgassen. Das ganze hat mir Zeit und Nerven gekostet.
Fazit: Baltimore ist eine hässliche Stadt! (ist natürlich nur ein Scherz - soll eh ganz schön sein dort!) *gg*

Nach einiger Zeit auf der Interstate 95 erreichte ich mein eigentliches Ziel Philadelphia. Ich bin aber Richtung Osten weitergefahren, denn meine Pläne haben sich geändert.

Das neue Ziel heißt: Atlantikküste! Sprich Atlantic City bzw. Ocean City. Und hier bin ich jetzt!
Hab mich dazu entschlossen, mich nach den ganzen aufregenden Städtetrips und Autofahrten etwas zu erholen, denn immerhin steht das Highlight "8 Tage New York City" noch bevor. Deshalb brauch ich vorher noch ein wenig abwechslung und Ruhe.

Und die findet man hier!


 Philadelphia wird morgen besichtig - die meiste Zeit werde ich aber defninitiv hier am Meer verbringen.

Mehr Fotos von Washington sind im Webalbum!

Sonntag, 19. September 2010

Von Toronto nach Washington DC

Die letzten 4 Tage waren ziemlich anstrengend, das Wetter war teilweise recht schlecht und ich habe Hunderte Kilometer auf Highways verbracht.

Klingt jetzt irgedwie nicht so besonders - war es aber!
Am 16. September bin ich von Buffalo nach Toronto gefahren. Wetter war total schlecht und ich konnte durch den starken Nebel den CN-Tower garnicht sehen. Auch die restliche Stadt war völlig trüb und es regnete.
Sightseeing mit dem Auto war also angesagt. Zum Glück hab ich ein Auto!
Es war spannend nach Kanada zu fahren, da man plötzlich wieder Geschwindigkeitsbegrenzungen in km/h angzeigt bekommt (in den USA ist ja alles in Meilen angegeben).
Hab mich aber zu früh gefreut, denn mein US-Schlitten zeigt am Tacho nur mph an! Das hat also alles noch schwieriger gemacht...
Am Abend machte ich am Retourweg nach Buffalo einen Zwischenstop bei den Niagarafällen. Wirklich sensationell wieviel Wasser dort in die Tiefe stürzt. Und durch das kalte Wetter waren zum Glück nicht so viele Touristen vor Ort. Ich wartete also bis die Wasserfälle durch die riesigen Scheinwerfer bunt beleuchtet wurden, gab mir das ganze Spektakel 15 Minuten lang und kehrte dann ins Hotel zurück.
Kurz nebenbei erwähnt: Kanadier sind total witzige Leute... ;)

Am 17. September hab ich mir zuerst die Innenstadt von Buffalo angesehen und bin dann den Lake Erie entlang bis zum Ort Erie gefahren. Dort gibt es einen Natinalpark auf einer kleinen Halbinsel!
Sehr empfehlenswert dort einen Zwischenstop zu machen! Natur pur!


Dann gings in südlicher Richtung weiter nach Pittsburgh. Erster Eindruck der Stadt: Ein kleines Chicago nur viel älter!

Heute war das Wetter wieder total schön und hätte für meine Fahrt von Pittsburgh nach Washington DC kaum besser sein können. Strahlend blauer Himmel und dazu unendliche buntgefärbte Laubwälder.

Ich legte einen Zwischenstop in Ohiopyle/Waterfalls ein. Die Fahrt dorthin war unbeschreiblich, wenn auch teilweise schon fast etwas unheimlich. Nur wenige Häuser und Farmen passierte man auf dem Weg in das kleine abgelegene Dorf. Und wir haben doch alle schon diese US-Horrorfilme gesehen, in denen mutierte Leute am Land unschuldige Menschen... Naja egal! Wenn man diesen Gedanken mal beiseite lässt, dann war es landschaftlich (ungelogen) ein Paradies.
Die bunten Laubwälder, die Wassefälle und Felsen, die typischen Farmen mit ihren Windrädern und alten verrosteten Pickup-Trucks davor, das Wetter und die Ruhe.
Ich war mir teilweise nicht mehr sicher wo ich überhaupt bin. Es war irgendwie überhaupt nicht dieselbe USA die ich bisher gesehen habe.
 

Spitzenmäßiger Tag - ich konnte mich total entspanne und erholen. Auch wenn ich mich mit diesen verdammten Mautstationen auf dem Highways herumärgern musste. Aber lassen wir das Thema...

Am Abend bin ich dann in Washington DC angekommen. Parkplätze gibt es hier prinzipiell keine.
Super!

Aber bevor jetzt noch mehr negative Vorurteile kommen (vllt bin ich zu blöd zum parken...) nehm ich lieber meine Wäsche aus dem Trockner, geh schlafen und geb mir morgen diese Stadt bis in die letzte Ecke.

HELLO Mr. President!

Donnerstag, 16. September 2010

Gotham City aka CHICAGO!

Für alle die sich jetzt etwas über den Titel wundern:
Der Film "The dark knight" (Batman) wurde in Chicago gedreht und ich hab einige Straßen in denen gedreht wurde gesehen...

Ok, genug Movie-Info - jetzt kommt der wichtigere Teil!

Chicago ist unbeschreiblich! Es war sowas von den Umweg wert! Leider ist Chicago in Europa nicht so bekannt und nur wenige sehen sich diese Stadt an. Ich kann es aber nur jeden empfehlen!!!
Gangsta und Mafia, Wien soll kein Chicago werden ... bla bla - man sollte wirklich selbst mal diese moderne, grüne, saubere Stadt am Lake Michigan gesehen haben bevor man irgendwelche Sprüche klopft.
Ich wär froh wenn Wien nur annähernd so wie Chicago wäre!

Die Leute sind unglaublich nett und hilfsbereit und ich hab mich keine Sekunde unsicher gefült. Ganz im Gegenteil - total angenehme Atmospäre.

Weniger Angenehm war der Flug von LA nach Chicago. Genauer gesagt nur der Landeanflug. Chicago ist eine sehr windige Stadt und das machte die letzte halbe Stunde des Fluges etwas unruhig.
Ein echter Chicagoer würde sich vermutlich eher Sorgen machen wenn der Landeanflug NICHT unruhig verlaufen werde... windy City eben!
Aber alles ohne Probleme geklappt, inkl. Zugfahrt in die Stadt und einchecken im Hostel.

Durch die 2 Stunden Zeitverschiebung und die 4 Stunden Flugzeit verlor ich einiges an Zeit. Am Abend wanderte ich deshalb nurmehr kurz durch den Grant Park zur Buckingham Fountain und starrte (nein, ich hatte den Mund zu...) die beleuchtete Skyline an.


Den nächsten Tag verbrachte ich mit einem Einheimischen der mir die Stadt zeigte und viele interessante Sachen erzählte. Es gibt wirklich keine bessere Methode eine fremde Stadt zu erkunden und kennen zu lernen als mit jemandem der dort wohnt!

Wir waren zuerst im Millenium Park bei "the Bean". Hierbei handelt es sich um ein riesigs, bohnenförmiges, silbernes... ähm ... Ding das wie ein Quecksilbertropfen aussieht und alles um sich herum spiegelt. 


Danach gings hinauf auf den Hancock Tower. Dort oben gibts es im 95. Stockwerk ein Restaurant in dem man bei atemberaubener Aussicht köstliche Drinks genießen kann. Da das Wetter auch wiedermal perfekt war, konnte man ziemlich weit in die Ferne blicken.

Nach dem Hancock Tower wanderten wir durch den Lincoln Park Richtung Lakeview-District bis zum Wrigley Stadium. Zwischendurch machten wir bei einem riesigen Liquor-Shop halt wo es Bier, Wein und Spirituosen aus aller Welt gibt und bei einer öterreichischen Bäckerei halt. (der Besitzer kommt aus Graz!)


Zur Stärkung gabs in einem argeninischen Lokal leckeres Steak und reichlich Bier das wir selbst mitgebracht haben!
Sowas würde man in Österreich NIE erlaubt bekommen. In Chicago ist es aber sehr teuer eine Lizenz zum Ausschenken von Alkohol zu bekommen.Daher gibt es "BYOB" Lokale. (bedeutet "bring your own beer)
Das mitgebrachte Bier wird dann sogar von den Kellnern eingekühlt und auf Wunsch serviert! Unglaublich cool...

Zum Abschluss des Tages wollte ich noch unbedingt auf den Willis Tower (früher Sears Tower)  um die Stadt bei Nacht zu sehen. Wie das war kann ich jetzt garnicht beschreiben...

Getopt wurde das ganze noch von einer neuen Attraktion im 105 Stock des Turmes. Eine gläserner Balkon auf den man hinaussteigen kann. Dann hat man quasi nur eine dünne Glasplatte unter den Füßen und dann ca 420 Meter NICHTS unter den Füßen! Es hat einiges an überwindung gekostet um dort hinauszugehen. Aber wenn man dann einmal draussen war, ist es eine Wucht!

Heute war ich dann noch beim Navy Pier und bin dann mit einem Water Taxi am Chicago River zurück zum Hostel gefahren und dann weiter zum Flughafen.

Nach Chicago zu fahren war mit Abstand eine der besten Ideen überhaupt! Und auch nochmal auf diesem Wege vielen Danke an Boyce der mir die Stadt auf spannende Weise gezeigt hat!

Jetzt bin ich schon in Buffalo angekommen und hab mir mein Auto geholt. Da es keine Midsize-Autos mehr gab hab ich stattdessen ein Fullsize nehmen musste. Aber eh zum gleichen Preis. Jetzt fahr ich mit einem ziemlich fetten, schwarzen Chevrolet Impala LT herum. Echt lässig zu fahren...

Morgen gehts dann mit der Karre weiter zu den Niagara Fällen und über die Grenze nach Toronto!
Ich bin also bereits bei der vorletzten Etappe dieser Reise angelangt.
Sprich: Ich hab jetzt eine Woche Zeit um nach New York City zu fahren.

Yeah - on the road again!

Montag, 13. September 2010

Die letzten 2 Tage in LA

Waren absolut die Krönung!

Gestern (11. Sept) kam ich um ca. 15 Uhr in Los Angels an und checkte erstmal im Hotel ein.

Danach machte ich mich gleich auf den Weg zum Griffith Observatory. Von dieser Sternwarte aus hat man einen tollen Blick über die Stadt und aufs Hollywood Wahrzeichen.
Oben angekommen fiel mir schon auf, dass vor dem Gebäude alles abgesperrt war. Fernsehsender waren anwesend und es wurde eine Bühne aufgebaut
Grund: Heute finden die MTV-Video Music Awards 2010 in Los Angeles statt. Und gestern wurde geprobt!
Ich live dabei!! Das war echt ein spitzenmäßiger Zufall!
So konnt ich bei den Proben von Linkin Park zusehen. Total spannend!


Heute war ich zuerst bei "Farmers Market"
Hier shoppen auch die Stars hin und wieder. Es ist eine Mischung aus Kärtner Strasse und Naschmarkt.
Absolut coole Location.


Danach war ich am Friedhof. Klingt jetzt vielleicht etwas merkwürdig - es gibt aber den Friedhof namens "Hollywood Forever" wo viele Stars begraben sind.

Und da es ja heute mein letzter Tag in Californien war (und ich ohnehin den Tank meines Autos leerfahren musste) fuhr ich nochmal quer durch die City.
Rodeo Drive, Beverly Hills, Hollywood, Downtown usw...

Ziel meiner Tour war aber das Nokia Theater wo heute die Video Music Awards stattfinden. Einige Straßen waren gesperrt und zahlreiche Leute waren bereits dort um Stars zu sehen. Vor dem Nokia Theater war eine Bühne aufgebaut auf der TAAATAAA -> Justin Bieber auftreten wird.
Tja, ich bin jetzt zwar nicht wirklich ein großer Fan von Justin Bieber aber es war trotzdem total interessant das ganze mitzuerleben.
Die Menschenmasse kreischte als Justin "plötzlich" in einem roten Cabrio ankam, die Mädls ihm planmäßig zur Bühne verfolgten und die Show losging.
Mega-Bang zum Abschluss...Die ganze Stadt ist auf 180 - die Star aus aller Welt laufen derzeit hier herum

Morgen (Montag) werden die VMA´s in Österreich auf MTV übertragen. Unbeding ansehen (besonders den Auftritt von Justin Bieber und Linkin Park!) ;)

Naja und das wars also! Die ersten 9 Tage in Kalifornien sind vorbei!
Es war unglaublich abwechslungsreich und die Westküste hat wirklich viel mehr zu bieten als nur das "Hollywood" das uns über die Medien vermittelt wird.

Aber wenn eines so war wie man es aus diversen Filmen kennt -> Autofahren!!
Einfach total cool...

Bis jetzt war die Reise ein totaler Hit. Ich habe viel gesehen, erlebt und tolle Leute kennen gelernt!

Morgen werd ich mich von Kalifornien, meinem Auto, warmen Temperaturen und Sonnencreme verabschieden und nach Chicago fliegen.


The show must go on!

PS: Das LA - Fotoalbum wurde wiedermal geupdated! -> Reinschaun!